Grenze

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Texte aus der "Grenzerfibel"
Die "Grenzerfibel" war ein A5-Heft (Text im
Umschlag: "Aufzeichnungsheft für die politische Schulung, 0,54 M"), in dem man
während der halbjährigen Ausbildung alles schriftlich festhielt, was für das
darauffolgende Jahr mehr oder weniger notwendig war. Auszugsweise (je nach Zeit)
will ich einige Texte im Originalwortlaut (inkl. meiner verwendeten Abkürzungen)
aus meiner "Grenzerfibel" hier vorstellen.
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Vordere Umschlagseite
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Seite 3, Inhaltsverzeichnis
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Seite 8 f.: Grenzausbildung I
1.
Allgemeine
Aufgaben des Grenzpostens
-
ununterbrochene Erd- und Luftbeobachtung
-
Annäherung verdächtiger Personen im eigenen
Postenbereich rechtzeitig erkennen; Grenzverletzer sowie Verletzer der
Grenzordnung festnehmen
-
Ausdehnung von Grenzprovokationen auf das
Hoheitsgebiet der DDR verhindern
-
Flugzeuge, die die Staatsgrenze außerhalb der
festgelegten Luftstraßen überfliegen, sowie Ein- und Ausflug anderer Flugkörper
feststellen und unter Anwendung der Dringlichkeitsstufe "Luft" zu melden
-
zur Abwehr eines plötzlichen bewaffneten
Überfalls Feuer sofort eröffnen, Postenbereich verteidigen und ihn nur auf
Befehl des Vorgesetzten verlassen
2. Die Beobachtungsmeldung
-
Datum, Uhrzeit
-
Ort der Beobachtung
-
Bezeichnung der Beobachtung
-
Von wem? Wie? Wer?
-
wenn bekannt, Angaben zur Person des Täters
-
eintretende und noch mögliche Folgen und
Auswirkungen
-
Entschluss des Postenführers
Kurzform: Wann, wo, wer, was, wie
womit, warum?
3. Postenarten
-
Beobachtungsposten BP
-
Sicherungsposten SiP
-
Grenzstreife Gst
-
Suchposten SuP
-
Horchposten HP
4. Parole
nach
oben
Seite 14 ff.: Grenzausbildung II
Ordnung im
Grenzgebiet
-
Wie lange ist es Personen gestattet, sich
außerhalb geschlossener Ortschaften im Schutzstreifen aufzuhalten?
Von Sonnenauf- bis -untergang.
-
Ist das Zelten, Übernachten in Kfz., Wohn-
bzw. Campingwagen oder anderen Behelfsmitteln im Schutzstreifen gestattet?
Nein.
-
nach
oben
Dokumente zum Betreten
des
Grenzgebietes
1. Für Bürger der
DDR, die mit Haupt- oder Nebenwohnung im Schutzstreifen gemeldet sind:
2. Für Bürger der
DDR, die außerhalb des Schutzstreifens wohnen, aber diesen aus beruflichen,
gesellschaftlichen oder persönlichen Gründen vorübergehend betreten wollen:
3. Für Personen,
die außerhalb des Schutzstreifens wohnen und ständig darin arbeiten:
4. Für Bürger
anderer Staaten sowie Westberlins:
5. Für Kinder,
die außerhalb des Schutzstreifens wohnen und
ohne
Begleitung erwachsener Personen einreisen:
6. Für Angehörige
der bewaffneten Organe mit Haupt- oder Nebenwohnung im Schutzstreifen:
7. Für Angehörige
des MdI oder der Zollverwaltung, die außerhalb des Schutzstreifens wohnen und
diesen aus beruflichen Gründen
mehrmals wöchentlich betreten müssen:
8. Für
Mitglieder der Kreis- oder Bezirksleitungen der SED:
9. Für Angehörige
und Zivilbeschäftigte der NVA und der GT, die dienstliche
Aufgaben in der Sperrzone und im Schutzstreifen durchzuführen haben:
nach
oben
Arten der
Grenzsicherung
-
normale GS
-
verstärkte GS
-
gefechtsmäßige GS
nach
oben
Mittel zur Unterstützung der GP
-
(Kfz.)
-
Postensignalgeräte (PSGe)
-
Scheinwerfer
(beweglich, stationär)
-
techn.
Nachrichtenmittel
-
Beobachtungsgeräte
-
Schutzhund (nur
für Grenzaufklärer und Grenzabschnittsposten)
nach
oben
Verbote des Grenzpostens
-
schlafen, lesen,
ablenken lassen
-
Postenbereich
verlassen, Schusswaffe anderen aushändigen
-
vordere
Begrenzung des Posteneinsatzes überschreiten
-
Pionier-, Signal-
und andere Anlagen verändern
-
Alkohol,
Postentrennung
-
Feuerstellen,
Lagerstellen, Kontaktaufnahme
-
Gegenstände, die
auf Grenzverletzung oder Provokation hinweisen, berühren oder untersuchen
-
Geschenke
entgegennehmen
-
Festgenommene
vernehmen, misshandeln oder beleidigen
-
Rauchen bei Nacht
nach
oben
Grenzstreife
-
beweglicher
Grenzposten
-
Abschnitt oder
Richtung als Aufgabe (Postenbereich), dazu Pflichten des GP
-
Einhaltung der
Grenzordnung kontrollieren
-
Grenzverletzer
aufspüren
-
Anzeichen von
Grenzverletzung feststellen und melden
nach
oben
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